Feine Schnecken aus dem Zylinder gezaubert

Pressemitteilung: Groche Technik GmbH zeigt Flagge während Tag der offenen Tür Anfang März 2009

Feine Schnecken aus dem Zylinder gezaubert

Wenn es um die Schnecke oder ganze Garnituren (Schnecken und Zylinder mit Zubehör) geht, legt Armin Groche, CEO der GROCHE TECHNIK, Kalletal (nahe Bad Oeynhausen), Wert auf exzellente Technologie. Der Spezialist für Plastifiziereinheiten öffnete 80 interessierten Experten aller Kunststoff-Disziplinen am Ende der ersten Märzwoche Tür und Tor zur Besichtigung der modernen Fertigungsmethoden und –Mittel. Die Mitaussteller FANUC ROBOSHOT und HUMMEL; deren Produkte Groche im Norden Deutschlands vertritt, belebten das Programm durch industrierealistische Einsatzbeispiele. Offizieller Anlass des Tages der offenen Tür war Expansion – die Einweihung der neuen 400 m² Halle für die Vorbereitung und Lagerung von Halbzeugen.

Erkenntnisse

Armin Groche kennt seinen Markt und dessen aktuelle Verfassung. Seine Reaktion darauf ist glücklicherweise antizyklisch. Das Unternehmen weiß, was es zu leisten im Stande ist und spricht darüber – mit Werbemaßnahmen und vermehrt mit kundenorientierten Events: „Wir dürfen uns nicht in unserem Schneckenhaus verkriechen und abwarten. Wer wartet, geht rückwärts und ist weit entfernt von der Pole-Position, wenn der Startschuss zum nächsten Rennen fällt,“ steigt Groche ins Thema und erklärt das Open House so: „wir haben uns vorgenommen, Kunden und Interessenten jetzt unseren hohen Stand der Technik zu zeigen, so dass offenkundig wird, hier versteht Einer sein Handwerk, der macht Alles im Haus und kauft nicht billig zu. Damit werden wir das Vertrauen in gute Produkte und einwandfreien Service nachhaltig festigen.“

Marktmerkmale

Effizientere Fertigungsmethoden gelten in der Kunststoffindustrie mehr denn je als angesagt. Sie sorgen schließlich dafür, dass die Produkte schneller, präziser, langlebiger und kostengünstiger entstehen, um so dem neuen Kostendenken doch den nötigen Erlös abzuringen, der – insbesondere in Zeiten massiver Herausforderungen – zum gedeihlichen Fortbestand beiträgt. Groche ist auf die „Drachenstaaten“ der aktuellen Konjunktur gut vorbereitet. Das 1970 von Rolf Groche gegründete Unternehmen beschäftigt heute rund 40 Experten in der 3D CAD Konstruktion, computerbasierten Arbeitsvorbereitung mit CAM-Modus, dem Vertrieb (mit zusätzlichen Handelsvertretern im In- und europäischen Ausland) und in der CIM-nahen Fertigung. Hier dominieren moderne Bearbeitungsverfahren wie CNC-Drehen, CNC-Fräsen, CNC-Wirbeln, Hochpräzisions-Bohren, -Honen, -Flächenschleifen, -Außenrundschleifen sowie Plasmapulver-Auftragsschweißen, WIG-Schweißen und Vakuumhärten. Diese Verfahren der kompletten Wertschöpfungskette – veranschaulicht an den 12 Werkzeugmaschinen (Durchschnittsalter 3 in Worten drei Jahre!) – und die beachtliche Fertigungstiefe von über 95%, sind ausschlaggebend dafür, dass Kunden bzw. Anwender dem Qualitätssiegel von Groche trauen: „Plastifizierschnecken kauft man nicht mal eben beim Discounter. Sie sind so individuell wie der Kunststoff und so wichtig wie Mehrkavitäten-Präzisionswerkzeuge und standfeste Verarbeitungsmaschinen“, erläutert Armin Groche. Und er hat heutzutage – neben teilweise rückläufigen Aufträgen über Standard-Garnituren – vermehrt Order im Bereich Nachrüst- und Sonderschnecken: „Der Markt verlangt maßgeschneiderte Geometrien und Qualitäten zu reduzierten Kosten- und Lieferkonditionen, die zu schneller wechselnden (auch hinsichtlich Material und Farbe) kleineren Losgrößen neuer Endprodukte für frisch erschlossene Marktnischen passen und die enorm hohe Standzeiten aufweisen müssen,“ so Groche.

Schichtdienst

Diese Prämissen verdeutlichte der Mann der zweiten Generation seinen Besuchern an ausgestellten spezialgehärteten Schnecken für die Plastifizierung von aggressiven Kunststoffen. Groche hatte Kunden individuell und persönlich eingeladen: „wir – die gesamte Vertriebs- und Vertreter-Mannschaft – sind zu ihnen gefahren, haben ihnen gesagt, was es zu sehen gibt, und 80 haben nicht nur zugesagt, sie sind gekommen!“ In mehreren Gruppen zu 10 führte Armin Groche seine Gäste durch die modernen Büros und Werkstätten. Diskussionsanregende Haltestellen waren die CNC-Bearbeitungszentren – insbesondere die Wirbeltechnik – sowie die Schweißkabinen, das Versandlager mit einer hohen Vielfalt an speziellen Schnecken und Mischern und die neue 400 m² große Halle, in der über 1000 Bimetall-Rohlinge für Zylinder gelagert sind und für die Bearbeitung vorbereitet werden – Lieferzeit „frei Kunde“ drei bis vier Tage. Hier warteten auch die Exponate der HUMMEL AG und eine FANUC ROBOSHOT darauf, begutachtet zu werden. Auf der elektrischen 300 kN Spritzgießmaschine wurden hauchdünne Uhrwerksgrundkörper haargenau hergestellt – 16mm Schnecke, Einkavitäten-Werkzeug, POM, 2,3 Gramm Schussgewicht, Einzelteilgewicht 0,17 Gramm – im 8-Sekundenzyklus. HUMMEL zeigte die Fähigkeiten des neuesten Regelgeräts für Heißkanaldüsen.

Zukunftstechnik

„Im Einschneckenbereich gibt es kaum ein Produkt, das wir nicht mitsamt Zylinder zaubern können – passend für alle Verarbeitungsmaschinenmarken. Wir machen da nicht Halt: Doppelschnecken und konische Schnecken gehören zum Fertigungs-Knowhow“, fasst Armin Groche zusammen. Neben den Schnecken und Zylindern in Standard- und Spezialausführungen von Durchmesser 12 bis 200 mm und Längen von 400 bis 5000 mm, schenkten die Besucher der Geometrien-Vielfalt, den speziellen Schneckenmaterialien bis HVOF, den statischen Mischern, dem Wendelmischer, Flügelmischer, den Rückstromsperren und Dekompressionsdüsen ausgiebig Aufmerksamkeit. Auch in diesem Bereich bietet die Groche Technik verschiedene Varianten an. „Wir demonstrierten den Interessenten gern die Besonderheiten wie etwa Düsen mit Federverschluss oder hydraulisch und pneumatisch angetriebene Exemplare“, bestätigt Armin Groche. Für den Geschäftsführer liegt in der gelebten Kundennähe generell auch der Erfolg des Unternehmens begründet.